müssen wir ihn mitgestalten. Wir haben alles geopfert, und wir sind diejenigen, die die Nationalbewegung gegründet haben." Dann gibt es als zweites die ehemaligen Gefängnishäftlinge, die sagen: "Wir haben unser Leben aufs Spiel gesetzt, um das zu erreichen, jahrelang; jetzt sind wir dran. Wir kennen Israel, wir verstehen, was die Bevölkerung braucht, also müssen wir das in die Hand nehmen." Drittens sind da die alten patriarchalischen Führer der palästinensischen Großfamilien in den Dörfern und Städten, die sagen: "Wir sind die Führung, und die Führung muß weitergehen." Als viertes haben wir Palästinenser in den arabischen Staaten, die sagen: "Wo bleiben wir, wir Flüchtlinge im Libanon, in Syrien und anderswo? Was ist bei dem Vertrag für uns herausgekommen? Sollen wir ewig in den Flüchtlingslagern leben?" Und dann gibt es schließlich noch die palästinensischen Professoren und Fachleute in der ganzen Welt, die sagen: "Ja, alles sehr schön, diese großen Helden sollen alle Orden bekommen, aber einen Staat aufbauen, das können ja nur wir, denn wir haben es gelernt. Wie kann man den Staat Dilettanten überlassen?" Natürlich haben alle irgendwie recht.

Bei all dem haben wir noch nicht erwähnt, daß es verschiedene Parteien gibt und daß man Oppositionsparteien miteinbeziehen kann, indem man ihre Führer an der Führung beteiligt, also Hamas- oder Volksfrontanhänger abtrünnig macht dadurch, daß man ihnen Posten anbietet. Dann sind da noch Muslime und Christen, die auch ihren Teil bekommen müssen. Ferner gibt es verschiedene Gegenden, die miteinander konkurrieren. Ein alter Streit besteht zum Beispiel zwischen Jerusalem und

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