störten Fahrzeug sitzt ein Mann - Avraham Bendarski, der Fahrer.

Wir springen hin, ziehen ihn aus dem Jeep, wollen ihn befragen. Er stottert nur wenige Worte. Er weiß nicht, was passiert ist. Arijeh Kötzer und Moshe Vanzover saßen hinten. Er spürte nur eine starke Erschütterung, die Bremsen haben versagt. Vorher hatte er den Allradantrieb eingeschaltet. Seine Rippen sind gequetscht, er hat einen schweren Schock.

Noch während wir ihn befragen, erscheint der letzte Jeep. Jank fährt ihn. Der Jeep ist vollbesetzt mit Leuten. Jank erzählt, er habe gesehen, wie dem Jeep vor ihm etwas passiert sei. Daher sei er um ihn herumgefahren. Er habe aber keinen Menschen gesehen. Auf dem Weg zum Kibbuz sei er auf einige Verletzte der ersten Kompanie gestoßen, die er aufgesammelt habe. Wir schauen uns die Verwundeten an. Kötzer und Moshe sind nicht dabei.

Wir schicken Jank mit den Verwundeten nach Ssuafir. Als er fort ist, bleibt eine merkwürdige Stille zurück. Wir wissen alle, was los ist, ohne dass darüber gesprochen werden muss. Es ist Viertel nach fünf. In spätestens einer halben Stunde geht die Sonne auf.

Die große Angst von vorhin kommt wieder in mir hoch. Aber

mein Mund sagt: "Ein Jeep muss zurück. Wer kommt mit?" "Ich!", sagt Jaakov Vilischkowsky, der dunkelhaarige Zugführer. Es beginnt eine Diskussion. Soll ein Jeep fahren oder zwei? Man redet über Granaten. Ich betrachte den zerstörten Jeep. Das sieht mir nicht nach einer Granate aus. Der Jeep wurde von unten zerstört. Das ist das Werk einer Landmine. Und kein Zweifel: Wo eine Mine liegt, gibt es noch mehr.

"Wir brauchen einen Fahrer", erklärt Jaakov. Keiner antwortet. Schade, dass Jank nach Ssuafir gefahren ist. Er wäre sicher mitgekommen. Die Minuten vergehen. Plötzlich mischt sich ein Zivilist ein: "Ihr braucht einen Fahrer?", sagt er ruhig. "Ich bin bereit." Kann er einen Jeep fahren? Er lächelt. Er ist Busfahrer von Beruf.

Wir springen ins Fahrzeug. Da erscheint am Tor ein anderer

Jeep. Darin sitzt Joseph Segal. Er kommandiert eine Begleitkompanie, ist im Moment aber Stellvertreter des Bataillonskommandeurs. Mit schnellen Worten erklären wir ihm die Lage. "Ihr kehrt alle sofort nach Ssuafir zurück", befiehlt er. Wir sind entsetzt. Zurück nach Ssuafir. Jetzt? Und dann folgen wir seinem Blick. Am Fiorizont sehen wir einen silbrig-hellen Streifen.

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