einem weit entfernten Weltmittelpunkt - Berlin? London? Washington?

Wenn man sagt: ״vom Meer bis zum Fluss" sieht man sich von Westen kommen und denkt, man lebe als Brückenkopf

des Westens im Angesicht eines fremden und wahrschein-

lieh feindlichen Kontinents

Dieses Land - ob nun Kanaan, Palästina oder Eretz Israel - hat in seiner langen aufgezeichneten Geschichte, die viele tausend Jahre zurückgeht, viele Wellen von Invasoren erlebt, die kamen, um dort zu siedeln.

Die meisten Wellen kamen aus dem Landesinnern. Kanaaniter, Hebräer, Araber und viele andere kamen von Osten. Sie siedelten sich hier an, vermischten sich mit der vorhandenen Bevölkerung und wurden bald absorbiert. Sie schufen neue Mischungen und errichteten natürliche Beziehungen zu ihren Nachbarländern. Sie führten Kriege, schlossen Frieden, gediehen und litten in Zeiten der Dürre.

Die antiken israelitischen Königreiche (nicht die mythisehen von Saul, David und Solomon, sondern die realen,

geschichtlichen von Ahab und seinen Nachfolgern) waren

ein natürlicher Teil ihrer Umgebung, wie zeitgenössische assyrische und andere Dokumente bezeugen.

Ebenso verhielten sich auch die arabischen Invasoren des 7. Jahrhunderts. Sie siedelten zwischen den Einheimischen. Diese bekehrten sich sehr langsam vom Christentum und

Judentum zum Islam, nahmen die arabische Sprache an und wurden ״Araber", sehr ähnlich, wie die Kanaaniter vor ihnen ״Israeliten" geworden waren.

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